Schwermetallentgiftung

Das Ausleiten von Schwermetallen gehört zu den grundlegenden Aufgaben ganzheitlich arbeitender Therapeuten. Mit Schwermetallen im Körper funktionieren viele andere Therapien nicht, man tritt auf der Stelle oder alles wird noch schlimmer. Wichtige Informationen für Patienten lesen Sie hier.

In diesem Beitrag kann ich keine umfassende Anleitung zur Schwermetallausleitung geben. Das Thema ist komplex, eine Entgiftungskur sollte nicht von Laien durchgeführt werden. Sie können jedoch erfahren, was auf Sie zukommt, mit welchen Methoden gute Erfolgsaussichten bestehen, und welche Stolperfallen es gibt.

Was sind Schwermetalle?

Es gibt unterschiedliche Definitionen. In der Medizin versteht man darunter gesundheitsschädliche Metalle wie Blei, Cadmium und Quecksilber. Auch Aluminium zählt dazu, obwohl es leicht ist. Daneben gibt es Metalle, die zwar schwer sind, aber natürlich im Körper vorkommen: Chrom, Eisen, Kupfer usw., man nennt sie Spurenelemente. Wir wollen uns hier mit den eindeutig giftigen Metallen beschäftigen. Obwohl der Fokus auf Quecksilber liegt, gelten die Aussagen überwiegend auch für andere Schwermetalle.

Was passiert mit Quecksilber im Körper?

Der Körper erkennt, daß dieser Stoff fremd ist und möchte ihn losbekommen. Die Ausscheidung kann nur über die Nieren oder über Leber-Galle-Darm stattfinden. Die Nieren bekommen ein großes Problem, sie werden bei zu viel Quecksilber krank und scheiden immer weniger Giftstoffe aus, bis hin zum Nierenversagen.

Was über die Leber ausgeschieden wird, landet über den Gallengang im Darm. Dort verbindet sich das Quecksilber mit verschiedenen Stoffen, wird im Enddarm rückresorbiert und über die Venen wieder zur Leber geleitet, der sogenannte enterohepatische Kreislauf. Irgendwann schadet das auch der Leber. Auf jeden Fall kreist das Quecksilber nur, eine echte Ausscheidung findet nicht statt.

Bei seiner Rundreise durch den Körper verkriecht sich Quecksilber immer mehr in Bereiche, die für das Immunsystem schwer zugänglich sind. Da ist zuerst das Nervensystem und das Gehirn zu nennen. Quecksilber durchschreitet mühelos die Blut-Hirn-Schranke, aber nur in einer Richtung. Bei Nerven und Gehirn richtet es auch den größten Schaden an. Weitere Orte sind die Gelenkkapseln, oder die Faszien und Nerven an Muskeln, was z.B. Fibromyalgie auslösen kann. Generell ist das Bindegewebe ein "beliebter" Ort für Schwermetalldepots.

Das erklärt, warum man meistens in Stuhl- und Urinproben, sowie in Blut aus den Armvenen kein Quecksilber findet, obwohl der Körper voll davon ist.

Den enterohepatischen Kreislauf unterbrechen

Dazu benötigt man Substanzen, die das Quecksilber im Darm aufnehmen und nicht mehr der Rückresorption zuführen, sondern mit dem Stuhl nach draußen befördern. Als sehr tauglich hat sich die Chlorella-Alge erwiesen. Von dieser Süßwasseralge gibt es mehrere Arten, nur wenige davon sind therapeutisch wertvoll. Zudem muß man aufpassen, nur Produkte hoher Qualität und Reinheit zu verwenden. Aufgabe des Therapeuten ist es, die jeweils passende Alge und die Dosierung auszutesten. Da der Körper mit der Zeit Unverträglichkeiten entwickeln kann und die Ausscheidung in der Intensität schwankt, müssen Algenart und Dosierung regelmäßig nachgetestet werden. Sonst kann es dem Patienten schlecht gehen, oder die Ausscheidung funktioniert kaum, es wird nur unnötigerweise Geld für Präparate ausgegeben.

Achtung: Die häufig angebotenen Spirulina gehören zu den Cyanobakterien, es sind genaugenommen keine Algen. Eine Schwermetallentgiftung mit hoher Effizienz funktioniert mit ihnen nicht.

Es gibt auch eine Injektionslösung (DMPS), die Schwermetalle bindet und über die Nieren ausscheidet. Sie ist aber nur auf Rezept erhältlich und sehr teuer. Falsch angewandt kann es zu unerwünschten Reaktionen kommen. In der Praxis hat sich Chlorella viel besser bewährt.

Die Nieren schützen

Mit entsprechend wirksamen Medikamenten, auch Kräuterpräparaten und Tees, muß man die Nieren unterstützen, damit sie ohne Schädigung ihren Job weiterhin gut ausführen können. Aus den gleichen Gründen wie oben für den Verdauungstrakt angegeben, müssen die Mittel auch hier sorgfältig ausgewählt und regelmäßig nachgetestet werden.

Schwermetalle aus dem Nervensystem holen

Damit darf erst begonnen werden, wenn das Bindegewebe schon einigermaßen frei ist, sonst würden die Ausscheidungsorgane überlastet und die Schwermetalle wieder im Körper kreisen. Zum richtigen Zeitpunkt ist die Entgiftung des Nervensystems aber der wichtigste Schritt.

Allerdings ein schwieriger, denn aus dem Nervengewebe kommen die Schwermetalle nicht mehr so leicht raus. Die Blut-Hirn-Schranke ist für Quecksilber kein Hindernis, wohl aber für viele Medikamente. Glücklicherweise hat man hier durch die Forschungsarbeit von Dr. Omura und Dr. Klinghardt das Korianderkraut als Lösung gefunden. Es bringt Schwermetalle auch aus dem Gehirn heraus. Diese frei gewordenen Stoffe müssen sofort durch oben beschriebene Maßnahmen gebunden und ausgeschieden werden. Damit das Verhältnis von Schwermetallen lösen und deren Ausscheidung stimmt, ist wieder ein regelmäßiger sorgfältiger Test notwendig. Ebenso für das Finden des passenden und qualitativ hochwertigsten Präparats.

Weitere Maßnahmen

Wenn die Schwermetallentgiftung gut läuft, werden auch andere Stoffe frei. Viele Umweltgifte, Metalle, u.U. Borrelien und anderes. Als wären die Schleusen geöffnet, kann der Organismus von Stoffen überflutet werden und dadurch Symptome entwickeln. Hier ist professionelle Feinabstimmung gefordert, auch mit zusätzlichen Medikamenten und anderen Entgiftungsmaßnahmen.

Während der Entgiftung leistet das Immunsystem schwere Arbeit. Gerade jetzt ist die Versorgung des Körpers mit Vitaminen, Fettsäuren, Spurenelementen und anderen Mikronährstoffen gefragt. Aber die richtigen, und in der richtigen Dosierung.

Ganzheitliche Therapie

Der Körper funktioniert nicht nur wie eine simple Maschine, sondern durch ein komplexes Zusammenspiel mit elektrischen/energetischen und psychischen Faktoren. Alle Ebenen müssen gut harmonieren, um Heilung zu ermöglichen. Deshalb können Faktoren wie störende Narben, Elektrosmog, unerlöste seelische Konflikte uvm. auch die Entgiftung behindern. Mit dem Therapiesystem nach Dr. Klinghardt haben wir ein wunderbares Werkzeug, auf allen Ebenen krankmachende Faktoren zu finden und zu behandeln. Das parallele Abarbeiten der belastenden Faktoren ist der Schlüssel zum Erfolg!

Beachtenswertes

Vielerlei Therapien und Mittelchen werden zur Entgiftung angeboten. Es liegt mir fern, anderes zu kritisieren, ein paar Tips aus der Praxis möchte ich aber nicht verschweigen.

Wenn ein Präparat angeboten wird, das man einfach nehmen soll und dann wäre alles gut, ist Skepsis geboten. Aus obigen Ausführungen wissen Sie, wie komplex eine Schwermetallentgiftung ist, verschiedene Phasen wechseln sich ab und müssen unterschiedlich behandelt werden. Das kann ein einzelnes Präparat nicht erbringen.

Rein energetische Ausleitungen sind ebenso zweifelhaft, sofern sie nicht von Heilern durchgeführt werden, die auf höchster Ebene arbeiten. Diese sind auf unserer Erde aber weit seltener als Diamanten. Der Körper benötigt einiges eben stofflich, bei Hunger schwingen wir uns das Essen doch auch nicht nur energetisch ein, oder?

Die homöopathische Gabe von Mercurius (=Quecksilber) scheint eine Allerweltstherapie geworden zu sein. Dazu muß man aber wissen: Mercurius öffnet die Zellwände für Quecksilber. Wenn nun die Konzentration außen höher ist als in der Zelle drin, wohin wird das Quecksilber wandern? In die Zelle rein, also genau verkehrt herum. Wir setzen Homöopathie in unserer Praxis gern ein, aber nicht aufs Geratewohl und im Falle einer Schwermetallentgiftung nur für die Schlussphase.

Amalgamsanierung

Wer heute immer noch Amalgam im Mund hat, ist mit einer Entfernung der Amalgamfüllungen gut beraten. Aber bitte nie ohne begleitende Entgiftungstherapie! Dr. Klinghardt beschäfigte sich tiefer mit Quecksilber, weil nach dem Entfernen der Plomben seine Nieren versagten. Einige haben Glück und es passiert nichts schlimmes, es verbessert sich aber auch nichts. Kein Wunder, das bereits gelöste Quecksilber ist ja immer noch im Körper, beim Entfernen des Amalgams steigt die Menge sogar.

Wie geht man korrekt vor? Optimal ist es, zusammen mit einem entsprechend ausgebildeten Therapeuten bereits vor dem Zahnarzttermin mit der Entgiftung zu beginnen. Dann gilt es, einen für Amalgamentfernung kompetenten Zahnarzt zu finden. Wenn Sie einen gefunden haben, der für Ihren Wunsch großes Verständnis hat, die Arbeiten sorgfältig und perfekt ausführt, und mit dem Entgiftungstherapeuten gut zusammenarbeitet, dann können Sie sich glücklich schätzen. Es geht ja nicht nur um die Entfernung des Amalgams, sondern auch um die spätere Versorgung der Zähne mit besserem Material. Fragen Sie im Zweifel Ihren Therapeuten, er kennt evtl. Adressen, wo andere Patienten bereits gute Erfahrungen machten.

Zur eigentlichen Entfernung nur ein paar Stichpunkte: Verwendung eines Kofferdams, damit keine Partikel verschluckt werden. Arzt und Patient sollten Atemschutz tragen wegen der Dämpfe. Ein langsam drehender Bohrer erzeugt weniger Dämpfe als einer mit hoher Drehzahl. Wichtig ist auch die Arbeit der Assistenten, besonders das fachgerechte Absaugen. Alles weitere überlassen wir erst einmal dem Zahnarzt, es ist sein Job.

Danach sollten Sie gleich das von ihrem Therapeuten ausgetestete Entgiftungsprogramm beginnen bzw. weitermachen. Regelmäßige Tests der Entgiftung sowie auch der später einzubauenden Zahnmaterialien gehören dazu.

Fazit

Schwermetallentgiftung ist ein komplexes Thema. Aber keine Angst, mit der richtigen Technik und Ausdauer ist es gut zu schaffen. Man muß sich im Klaren sein, daß man bei der Dauer der Ausleitung nicht von Wochen spricht, sondern von vielen Monaten, manchmal auch von Jahren. Je nachdem, wie schwer die Vergiftung ist, wie ernsthaft der Patient mitmacht, und ob alle damit zusammenhängenden Faktoren behandelt werden. Es lohnt sich, eine Schwermetallbelastung so gut wie möglich von vornherein zu vermeiden.

Dr. Klinghardt gilt in der Fachwelt als so etwas wie ein "Guru" der Schwermetallausleitung, obwohl sich sein Therapiesystem längst weit darüber hinaus erweitert hat. Wir verwenden in unserer Praxis weitgehend dieses Therapiesystem, da es seit vielen Jahren bewährt, erlernbar und nachvollziehbar ist. Die Entgiftung ist nur ein Baustein, aber ein sehr wichtiger.

 

   

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